Liebe Alle

Die übelste Nachricht, die uns im letzten Monat erreichte, war die Ankündigung des Staatssekretariat für Migration (SEM), bei mehr als 3000 Eritreerinnen und Eritreern die vorläufige Aufnahme überprüfen und entziehen zu wollen. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe hat schnell reagiert und einen deutlichen offenen Brief an Bundesrätin Sommaruga geschrieben, dem wir uns entschieden anschliessen.

Es klingt sehr technisch: "Überprüfung der vorläufigen Aufnahmen." Ob die Entscheidungsträger beim SEM auch nur einen Hauch Ahnung davon haben, welche Existenzangst und ohnmächtige Verzweiflung der rein politisch motivierte Entscheid bei den eritreischen Geflüchteten auslöst?

Wer weiss, wie vielen EriteerInnen Freiwillige des Solinetzes geholfen haben, den Weg in die Selbstständigkeit zu finden? War das alles für nichts? Die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme drängt auf einen Schlag Tausende von EritreerInnen, die hier ihr Leben aufbauten, an den äussersten Rand der Gesellschaft – in die Nothilfe.

Letzte Woche konnte das Solinetz in mehreren Medien zur Asylpolitik des Kantons Zürich Stellung beziehen. Vielleicht will ja auch das SEM mal anrufen, wenn sie Hilfe brauchen beim Realitätscheck?

Hanna Gerig, Geschäftsleitung Solinetz, 076 527 61 93

Vortrag am 30. Mai

Wohin das Geld fliesst...

Es sind nicht zuletzt Schweizer Konzerne, die mit ihren Machenschaften im Ausland  Menschen zur Flucht zwingen. Die Konzernverantwortungsinitiative möchte das Problem an der Wurzel packen. Hier in der Schweiz. Stephan Tschirren zeigt, was wir tun können

Etwas für Sie?

Nichts Neues beim Solinetz, aber brandaktuell: Wir suchen Freiwillige!

- Deutschunterrichtende
- AusflugsbegleiterInnen
- BehördenbegleiterInnen
- KinderbetreuerInnen
- NUK-BesucherInnen (siehe Bild)
- Mathematiklehrende

...und noch mehr:

- WorkshopleiterInnen
- VelolehrerInnen
- BeraterInnen- GastgeberInnen
- TandempartnerInnen
- Gefängnisbesuchende
- Schulbesuchende (siehe Bild)

Hier geht es zur detaillierten Liste:
Freiwillige gesucht! ...Oder kommen Sie am Stammtisch am 6. Juni vorbei!

Demo 16. Juni in Bern

Ist Bern zu fern?

 1. Demonstrieren Sie mit uns für eine menschliche Asylpolitik!

2. Helfen Sie bei der Finanzierung der Carbusse, damit auch die Betroffenen hinfahren können!

3. Unterschreiben Sie (wenigstens) die Petition für sichere Fluchtwege, wenn Geld und Zeit fehlen.

Zürcher Asylpolitik 

Das Solinetz bleibt kritisch. Auch nach der "Charmeoffensive" von Mario Fehr kritisieren wir den Umgang mit Nothilfeempfängern. Was wir wollen, ist nichts weniger als eine Abschaffung des kaputtmachenden Nothilfesystems!