Kindheit im Schatten der Ungewissheit: Das Alltagsleben und die Erfahrungen von Kindern in Sammelunterkünften für Geflüchtete

Montag, 14. April 2025, 18 Uhr / Wasserkirche, Limmatquai 31, 8001 Zürich

Im Gespräch mit Malek Ossi, Co-Geschäftsleiter Solinetz, sind Bettina Looser, Geschäftsführerin Eidgenössische Migrationskommission EKM, Firoozeh N., eine Geflüchtete, die sich für abgewiesene Asylsuchende einsetzt, sowie Verena Mühlethaler, Pfarrerin Citykirche Offener St. Jakob.

 

Die Nothilfe in der Schweiz ist eine letzte Unterstützung für abgewiesene Asylsuchende, die nicht in ihr Herkunftsland zurückkehren können oder wollen. Sie umfasst lediglich das Allernötigste: Unterkunft, Nahrung und medizinische Grundversorgung. Doch die Lebensbedingungen sind äusserst prekär – besonders für Kinder und Jugendliche, die in diesem System aufwachsen müssen.

Kinder in der Nothilfe leben oft in kollektiven Unterkünften, ohne Privatsphäre, ohne Zugang zu Bildung und ohne stabile soziale Bindungen. Sie sind sozial isoliert, haben kaum Perspektiven und leben in permanenter Unsicherheit. Trotz Berichten der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter und Studien der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen hat sich an dieser Situation wenig geändert.

Fragen, die wir an diesem Abend klären wollen:

  1. Wie wirkt sich das Leben in der Nothilfe auf die psychische und physische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aus?
  2. Welche Bildungschancen haben Kinder in der Nothilfe, und wie können wir sie verbessern?
  3. Wie können wir soziale Isolation und Perspektivlosigkeit von Kindern in kollektiven Unterkünften verringern?
  4. Welche politischen und gesellschaftlichen Massnahmen sind nötig, um die Situation von Kindern in der Nothilfe zu verbessern?
  5. Was können wir als Einzelne oder als Gemeinschaft tun, um konkrete Unterstützung zu leisten?

Wir laden euch herzlich ein, dabei zu sein, um zu informieren, zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen

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