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Wir wollen im Newsletter immer so viel berichten. Aber was ist am relevantesten? Was "bringt's"? Jeden Monat wählen wir aus. Das Solinetz ist eine «zivilgesellschaftliche Basisorganisation», zuhause in der solidarischen Praxis. Immer wieder geben wir also dem Handfesten den Vorrang: Hier eine Veranstaltung, da Freiwillige gesucht, dort ein neues offenes Projekt. Auch «Call to Actions» genannt.
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Manchmal fühlt sich diese Auswahl falsch an. Wir wollen auch mal einfach erzählen: Von den vielen Notlagen, die direkt an uns herangetragen werden – und wo wir nur begrenzt etwas tun können, oder gar nichts. An eine Rechtsberatungsstelle verweisen (obwohl wir teilweise genau wissen, dass auch sie kaum etwas tun kann)? Einen Link zu einer passenderen Anlaufstelle schicken, wenn es sie gibt?
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- Eine Freiwillige von Projekt Kombi schreibt Sonntagabend, sie habe ein verzweifeltes SMS bekommen von ihrem Kombipartner, nachdem dieser vom SEM den Brief mit der Negativentscheidung erhielt. Er ist psychisch zusammengebrochen. Er erholt sich nun bei ihr zuhause. Was kann sie noch tun, fragt sie. Es ist schon so viel, was sie tut, sagen wir.
- SMS von einem Asylsuchenden, der nach einer privaten Unterkunft fragt; jedes Zimmer sei recht. In den Massenschlägen im Rückkehrzentrum, wo die Polizei ein- und ausgeht, ist es für ihn – traumatisiert – nicht auszuhalten. Haben wir ein Zimmer?
- Ein Mann, der von Nothilfe lebt, ruft an, er sei von der Polizei auf der Strasse kontrolliert worden und man habe ihm all sein Bargeld abgenommen. Ob das rechtens sei, nur weil er keine Papiere habe?
- Ein Artikel auf zentralplus berichtet von einer gewaltsamen Ausschaffung, 16 Polizisten - eine Mutter und drei Kinder – den Familienvater hatten wir noch vor einem Monat im Ausschaffungsgefängnis besucht. Jetzt sind sie alle weg.
- Sowieso das Ausschaffungsgefängnis: Ein Freiwilliger der Besuchsgruppe rief letzten Mittwoch an, besorgt, verängstigt: Ob der 22-Jährige, der sich letzte Woche im "Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft" das Leben nahm, vielleicht A. sei, der junge Mann, den er besucht? Nein, er war es nicht. Der Freiwilige wird A. nächste Woche wieder besuchen können. Bereits vor einem Monat wurde ein 62-Jähriger in Ausschaffungshaft tot in der Zelle aufgefunden, zwei in einem Monat... Wir sind betroffen.
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Die Liste liesse sich fortsetzen. Es ist eine Momentaufnahme, es sind Geschichten von Menschen, mit denen wir soeben in Kontakt waren. Und wir sind nur zwei Personen auf der Geschäftsstelle. Es gibt hunderte Freiwillige bei Solinetz, hunderte solcher Geschichten also, in die wir, das Solinetz, involviert sind.
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Auch das ist Realität bei Solinetz: Nur zuhören, da sein, ratlos sein.
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Meistens tut es gut, bei Solinetz zu sein. Meistens stärkt es.
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Apropos Stärkung: Wir suchen DRINGEND eine:n Küchenchef:in für unsere wunderschöne Ferienwoche auf dem Hasliberg vom 9. bis am 15. August. Sie vielleicht? Bitte an Freund:innen weiterleiten, die gut kochen – oder auch nur gut Einkäufe planen können. (Fragen? Rémy Beusch: 078 720 09 82)
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Hanna Gerig und Malek Ossi, Co-Geschäftsleitung Solinetz Zürich
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Ps: Hier unten finden Sie sie doch noch, die "Call to Actions":
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Infoabend für neue Freiwillige
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Dienstag, 10. Juni, 19 Uhr
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Bonlieu, Kochstrasse 2, 8004 Zürich
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Anmeldung an info@solinetz.ch
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Driiiiingend
Küchenchef:in gesucht
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Ferienwoche, 9. - 15. August 2025, Hasliberg
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Deine Aufgabe ist es, den Menüplan für die Woche zu erstellen, den Einkauf zu planen und das Küchenteam zu leiten.
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Online-Input
Referenzen für Härtefallgesuche - was gehört rein?
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Online-Input mit Rechtsanwältin Lena Weissinger
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Montag, 23. Juni, 18 - 19 Uhr, auf Zoom
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Anmeldung an info@solinetz.ch
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