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Liebe Interessierte

Wie geht es den Kindern in der Nothilfe? Hat sich seit Veröffentlichung der alarmierenden Studie der Eidgenössischen Migrationskommission vor eineinhalb Jahren etwas geändert?

In Zusammenarbeit mit Freiwilligen einer Besuchsgruppe, die wöchentlich Gesprächs- und Spielnachmittage mit Kindern und Eltern im Rückkehrzentrum (RKZ) Oberhalden macht, haben wir die Empfehlungen der eidgenössischen Studie und Hilfswerke der Lebensrealität im RKZ gegenübergestellt. Die Lücken, die sich unverändert zwischen Empfehlungen und Realität auftun, sind schockierend. Ein Beispiel:
Hier ist die ganze Tabelle.
Wichtiger Hinweis: Das ausgewählte RKZ im Kanton Zürich ist kein Einzelfall, sondern die Zustände sind typisch fürs Nothilfesystem schweizweit.

Mehr zur Studie und was wir seither taten:

Das Marie Meierhofer Institut für das Kind (MMI) hat im Auftrag der Eidgenössischen Migrationskommission (EKM) in einer Studie das Leben der Kinder in der Nothilfe mit wissenschaftlichen Methoden erforscht und kam 2024 zu einem klaren Ergebnis: Das Konzept der Nothilfe ist für Kinder und Jugendliche nicht geeignet. Es gefährdet das Kindeswohl stark und erschwert ihre Entwicklung.

Seit der Gründung des Solinetzes 2009 setzen wir uns aktiv für die Rechte der Menschen in der Nothilfe (= abgewiesene Asylsuchende) ein. Mit der Veröffentlichung der Studie richteten das Solinetz Zürich und andere solidarischen Organisationen einen Offenen Brief an den Regierungsrat, auf den wir bis heute keine Antwort erhalten haben. In einem von Solinetz mitkoordinierten Brief schlugen über 300 psychologische Fachpersonen Alarm. Wir haben auch Medienarbeit geleistet und sind politisch aktiv geworden. So luden wir im Juli 2025 zu einer Informationsveranstaltung für den Zürcher Kantonsrat ein, bei der wir Mitglieder verschiedener Parteien über die Lage in der kantonalen Zürcher Unterkunft informierten.

Am 17.11.2025 veröffentlichten UNICEF Schweiz und Liechtenstein, UNHCR, Save the Children Schweiz und die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) gemeinsame Handlungsempfehlungen dazu, wie man mit Kindern in Kollektivunterkünften umgehen und sie in ihrer Entwicklung unterstützen soll.

Wenn Sie diesen Newsletter lesen, stellen Sie sich jetzt vielleicht die Frage: "Was kann ich gegen Nothilfe oder für die Kinder in der Nothilfe tun?"

Wir sagen Ihnen: Sie können etwas bewirken! Wir haben zwar keine Zaubertränke, aber wir geben Ihnen ein paar Tipps:

1) Engagieren Sie sich im Projekt Kombi!
Wir suchen dringend noch 20 Freiwillige, die beim Projekt Kombi dieses Jahr mitmachen. Es ist ein sehr schönes Bildungs- und Gemeinschaftsprojekt mit abgewiesenen Asylsuchenden in der Nothilfe.
Hier finden Sie mehr Informationen dazu, was es bedeutet, bei Kombi mitzumachen.
Hier ist die Webseite von Kombi, wo Sie sich anmelden können.

2) Besuchen Sie unser Webinar zum Thema Nothilfe am 5. März, 18 - 19 Uhr!
Informieren Sie sich beim kurzen Webinar von Solinetz über die Nothilfe und sprechen Sie in Ihrem Umfeld darüber, denn es betrifft uns alle, wie die Schweiz mit Kindern umgeht. Wir müssen hinschauen!
Hier können Sie sich fürs Webinar anmelden.

3) Nehmen Sie an unserem Infoabend für neue Freiwillige am 19. Februar teil!
Sie haben keine Zeit für Kombi, möchten sich aber anderweitig engagieren? Um einen umfassenden Überblick über die Freiwilligenarbeit beim Solinetz zu bekommen, besuchen Sie unseren Infoabend für neue Freiwillige. Das Solinetz ist eine Plattform, an der Solidarität gelebt und erlebt wird. Seien Sie ein Teil davon!
Hier können Sich sich für den Infoabend anmelden.

Oder haben Sie eine andere Idee? Dann melden Sie sich gerne bei uns, info@solinetz.ch

Mit solidarischen Grüssen
Malek Ossi, Co-Geschäftsleitung Solinetz Zürich

Projekt Kombi

Freiwillige gesucht!

Projektdauer von März bis August
Infos für interessierte Freiwillige: Hier

Webinar

Basics zum Nothilfesystem

Donnerstag, 5. März 2026
18-19 Uhr, online per Zoom
Mehr Infos und Anmeldung

Infoabend für neue Freiwillige

Donnerstag, 19. Februar 2026
19 bis 20 Uhr
Bonlieu, Kochstrasse 2, 8004 Zürich

Mehr Infos hier